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Hugo Achcenich GmbH & Co. KG

1906 gründete Hugo Achcenich ein Unternehmen für Eisenkonstruktionen und Eisenbehälter für die Großindustrie am heutigen Berliner Ostbahnhof. Ab 1908 erhielt er Aufträge von vielen namhaften Berliner Unternehmen, u.a. von der Berliner Straßenbahn AG (dem Vorläufer der heutigen BVG), Siemens, AEG und der Stadt Berlin. Für viele deutsche Großstädte wurden große und kleine Lichtreklameschilder gebaut. Im Zeitraum 1919 bis1923 wurden mehrere U-Bahnhöfe errichtet, unter anderem die Bahnhöfe Ruhleben, Oskar-Helene-Heim und Onkel Toms Hütte, für die das Unternehmen die Bahnsteigdecken liefert. In den 30er Jahren gehörten die BVG, GASAG, Siemens und die Märkischen Elektrizitätswerke zu den Auftraggebern. 1938 erhielt das Unternehmen Aufträge von Rüstungsbetrieben wie Daimler Benz und der Berliner Maschinenbau AG. Während des Zweiten Weltkrieges verlor es immer mehr Mitarbeiter, die in den Kriegsdienst eingezogen wurden. Es gelang jedoch, die Produktion mithilfe der reduzierten Belegschaft und Zwangsarbeitern aus Polen und der Tschechoslowakei aufrecht zu erhalten. Am 1. April 1945 wurde die Firma in eine Offene Handelsgesellschaft umgewandelt und Eugen Liefke wurde Mitinhaber. Mit seinem Eintritt veränderte er das Profil der Firma, die sich von nun an auf Sonder- und Einzelanfertigungen spezialisiert hat. Schon in den ersten Friedensjahren 1946 – 1949 erhielt das Unternehmen den Auftrag, die Hochspannungsmasten in Nord-Berlin wieder zu errichten, die Schultheiß-Brauerei wieder aufzubauen und konnte den Kontakt zu Siemens wieder aufnehmen. 1957 wurde Eugen Liefke Alleininhaber der Firma. Das Unternehmen verfügte über das Monopol für die Müllschluckanlagen nach Dr. Mörs. 1963 wurde ein zweiter Standort in Lippstadt aufgebaut. Die Ausweitung des Geschäftes auf internationale Märkte 1976 brachte dem Unternehmen einen guten Namen. Es lieferte und montierte zwei Befahranlagen für die eben fertig gestellten „Kuwait Towers“. 1985 erhielt das Unternehmen einen weiteren Prestige-Auftrag zur Anfertigung des Zeigers für die Sonnenuhr auf dem Buga-Gelände, dem heutigen Britzer Garten. Im Januar 1991 ersetzte die neugegründete Liefke GmbH, mit Bernd Liefke als Geschäftsführer, die Liefke KG. Nach der Insolvenz 1997 wurden Betriebsmittel und später auch das Grundstück durch einige Mitarbeiter per Bankkredit erworben, die das Unternehmen als stabotec steel, move & service GmbH mit heutigem Standort in Berlin-Reinickendorf weiterführen.

Umfang:
6, 5 Meter

Nutzung:
Eingeschränkt

Laufzeit:
1912 -1995

Erschließung:
Findbuch, Datenbank, Virtuelle Ausstellung zur Geschichte

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Briefkopfsammlung

Die Sammlung beinhaltet nicht nur aufwändig gestaltete Briefköpfe aus 180 Jahren Berlin-Brandenburgischer Unternehmensgeschichte, sondern auch Kataloge, Werbeunterlagen und interessante Geschäftspapiere. Bis heute wurde die Sammlung auf 4.000 Firmenbögen ergänzt. Bisher war die Sammlung Inhalt von fünf Bildungsprojekten mit Schülern und angehenden FAMIs.

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Historisches Archiv der DDG

Das historische Archiv der DDG besteht aus einem Bestand mit 112 Akteneinheiten sowie einer Sammlung von 249 Zeitschriften und Büchern.. Zu Ehren von Prof. Albrecht Scholz, dem die Deutsche Dermatologische Gesellschaft die Gründung dieses DDG-Archivs verdankt, wurde in einer Feierstunde zu seinem 5. Todestag 2018 eine  Gedenktafel im Magazin des Wirtschaftsarchivs aufgehängt.

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IHK-Mitgliedsakten

390.000 Einzelakten geben Antwort auf Fragen zur gesamtwirtschaftlichen Entwicklung Berlins und bilden eine einzigartige Quelle zur Geschichte der West-Berliner Wirtschaft für den Zeitraum 1945 bis 1990 und bringen zugleich die historischen Zäsuren von 1933, 1945, 1948, 1961 und 1990 zum Ausdruck.

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