U6/6 Buchhandlung Kiepert

Kiepert Bestandsbeschreibung

Nachlass Robert Kiepert

Die Kiepert-Buchhandlung in der Hardenbergstraße war eine West-Berliner Institution. Alle, die in Berlin studiert haben – auch die Nicht-Berliner –, haben dort ihre Bücher gekauft.

In den 70er und 80er Jahren war Kiepert die größte Universitätsbuchhandlung der Stadt.Gegründet wurde die Buchhandlung 1897 vom Laienprediger Engelhard Ostermoor als „Buchhandlung der Stadtmission“ mit einer Spezialabteilung „Technisches Antiquariat“. Zu dieser Zeit war die Buchhandlung in der Schillerstraße in Berlin Charlottenburg ansässig, zog aber 1914 zunächst in die Hardenbergstr. 4-5.
Auch das erste eigene Geschäftshaus war in der Schillerstraße und wurde im Oktober 1929 fertiggestellt. „Bücher für Sie – Kiepert am Knie“ war der Slogan dieser Zeit. Durch die bei Kiepert erarbeiteten Fachbuchkataloge, Anzeigen, Bestellkarten, Lesezeichen und kleine Vignetten, die auf die Vorsatzblätter der verkauften Bücher geklebt wurden, war dieses Motto über die Stadt hinaus bekannt und die Buchhandlung Kiepert ein Begriff
Das zweite Geschäftshaus entstand 1955/56 auf dem Eckgrundstück Hardenbergstr. 4-5, das sich in die Knesebeck- und Schillerstraße hineinzieht. Architekten dieses damals sehr modernen Hauses waren Paul Schwebes und Hans Schoszberger. Der Einzug fand am 16. April 1956 statt. Das Besondere an dieser neuen Buchhandlung war, dass es keinen Verkaufstresen mehr gab, sondern die Kunden selbst an die Regale gehen und sich die Bücher heraussuchen konnten. Bis zum Konkurs und Verkauf der Buchhandlung 2002 befand hier das Kiepert-Haupthaus.
1956 trat auch Robert Kiepert jun. in das Geschäft ein, das er ab 1964 allein führte. Er weitete das Geschäft in den nächsten Jahrzehnten aus. In den Hochzeiten hatte die Buchhandlung Kiepert 360 Mitarbeiter, allein im Stammhaus arbeiteten 160. Die Buchhandlung wurde auf drei Etagen ausgeweitet. Vom Eingang Schillerstraße kamen die Kunden in die Taschenbücher Kiepert OHG, daneben fand sich die Antiquariat Kiepert GmbH. Es gab Filialen an den beiden großen Universitäten, der Freien Universität Berlin und der Humboldt-Universität, außerdem in Stadtmitte, am Kurfürstendamm und in Frankfurt/Oder.
1997 feierte die Buchhandlung Kiepert ihr 100jähriges Bestehen. Zu diesem Anlass wurde auch eine Firmen-Chronik herausgegeben. 2002 musste die Buchhandlung wegen Insolvenz schließen. 2017 starb der Nachlassgeber Robert Kiepert.

 

Umfang:
6,5 lfm

Nutzung:
Gleitende Sperrfrist (30 Jahre) für nicht zur Veröffentlichung bestimmte Dokumente

Laufzeit:
1955 – 2005

Erschließung:
Findbuch, Datenbank

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Briefkopfsammlung

Die Sammlung beinhaltet nicht nur aufwändig gestaltete Briefköpfe aus 180 Jahren Berlin-Brandenburgischer Unternehmensgeschichte, sondern auch Kataloge, Werbeunterlagen und interessante Geschäftspapiere. Bis heute wurde die Sammlung auf 4.000 Firmenbögen ergänzt. Bisher war die Sammlung Inhalt von fünf Bildungsprojekten mit Schülern und angehenden FAMIs.

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Historisches Archiv der DDG

Das historische Archiv der DDG besteht aus einem Bestand mit 112 Akteneinheiten sowie einer Sammlung von 249 Zeitschriften und Büchern.. Zu Ehren von Prof. Albrecht Scholz, dem die Deutsche Dermatologische Gesellschaft die Gründung dieses DDG-Archivs verdankt, wurde in einer Feierstunde zu seinem 5. Todestag 2018 eine  Gedenktafel im Magazin des Wirtschaftsarchivs aufgehängt.

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IHK-Mitgliedsakten

390.000 Einzelakten geben Antwort auf Fragen zur gesamtwirtschaftlichen Entwicklung Berlins und bilden eine einzigartige Quelle zur Geschichte der West-Berliner Wirtschaft für den Zeitraum 1945 bis 1990 und bringen zugleich die historischen Zäsuren von 1933, 1945, 1948, 1961 und 1990 zum Ausdruck.

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