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Wirtschaftsarchiv übernimmt Akten der Berliner Stadtgüter

PRESSEMITTEILUNG vom 10. August 2012

Gehören alte Unternehmensakten in den Reißwolf? Sind sie etwas für die Altpapiersammlung oder vielmehr ein Konglomerat von wertvollen Informationen?

Im Falle der Berliner Stadtgüter war die Antwort klar: Ihre historischen Unternehmensakten sind aufbewahrungswürdig, denn sie bilden den Zugang zur Entwicklung der Stadtgutflächen des Landes Berlin sowie zu ihrer wechselvollen 130-jährigen Geschichte und sollen für künftige Generationen erhalten werden.

Für die 2007 privatisierten Berliner Stadtgüter ist es wichtig, ihre historischen Dokumente in professionellen Händen aufbewahrt zu wissen. Sie haben gestern Akten, Fotos und Pläne dem Berlin-Brandenburgischen Wirtschaftsarchiv übergeben. Damit wird ein großes Stück Berliner Stadtgeschichte und das seines Umlandes Brandenburg für Forschung, Bildung und Öffentlichkeit verfügbar und nachvollziehbar gemacht. Die Freude im Wirtschaftsarchiv ist groß, denn die Unterlagen ermöglichen nicht nur wirtschaftsgeschichtliche Recherchen, sondern geben auch Einblick in die regionale Hygienegeschichte, Landschaftsarchitektur, Baugeschichte und die volkswirtschaftliche Entwicklung der Region Berlin-Brandenburg. Angefangen bei Unterlagen zur Rieselfeldnutzung für die Abwasserentsorgung von Berlin über Baupläne und Fotos zur Geschichte der einzelnen Güter bis zur Versorgung der Stadt mit der Lieferung gesunder Lebensmittel erzählen die Akten aus historischer Sicht spannende Etappen in der Entwicklung des Verflechtungsraums Berlin-Brandenburg.

Heute liegt die besondere Aufgabe der Berliner Stadtgüter darin, Grundstücke und Immobilien im Rahmen eines umfassenden, vorausschauenden Managements einer wirtschaftlichen Nutzung zuzuführen und dabei die Balance zwischen Wirtschaftlichkeit und Naturerhalt zu finden. Einer der weiteren Schwerpunkte liegt darin, Flächenersatz für Siedlungsräume und Verkehrswege zu schaffen und mit Aufforstungen und Erstpflanzungen dem Umweltschutzgedanken Rechnung zu tragen.

Gerade rechtzeitig konnte das Wirtschaftsarchiv Platz für diesen wirtschaftshistorisch interessanten Bestand schaffen. Eine vor kurzem aufgestellte neue Regalanlage bietet Platz für den 66 Laufmeter großen Bestand der Stadtgüter. Ab November 2012 steht er zur Nutzung zur Verfügung.

Zur Berichterstattung

KIEPERT Nachlass

Buchhandlung Kiepert - eine West-Berliner Institution

2017 wurde uns der Nachlaß der Buchhandlung Kiepert übergeben. Seit 2018 steht er für die Nutzung bereit. Die Kiepert-Buchhandlung in der Hardenbergstraße war eine West-Berliner Institution. Alle, die in Berlin studiert haben – auch die Nicht-Berliner –, haben dort ihre Bücher eingekauft. In den 70er und 80er Jahren war Kiepert die größte Universitätsbuchhandlung der Stadt. In den Neunzigern die größte Buchhandlung in ganz Deutschland.

Korsch AG

 Korsch AG - Qualität Made in Berlin

Auch 2018 beraten wir die weltweit exportierende Korsch AG weiter beim Aufbau eines unternehmenseigenen historischen Archivs. Die Korsch AG produziert in Berlin Hochleistungs-Tablettier-Maschinen für die pharmazeutisch-chemische Industrie und andere Bereiche. Sie ist der einzige Spezialist im Segment "High-Tech-Tablettiermaschinen" und bekennt sich zum Standort Berlin. Im nächsten Jahr feiert die Korsch AG ihren 100. Geburtstag.

Ingenieursprojekt

Ingenieursprojekt mit der Fachhochschule Potsdam

Das als Ingenieursprojekt bezeichnete Format wird seit Ende 2017 in Koopereation mit dem BBWA durchgeführt. Anhand von Fotografien des Philipp-Holzmann-Bildarchivs, das dem BBWA 2017 übergeben wurde, analysieren Studierende des Fachbereichs Bauwesen an der FH Potsdam Einzelschritte von deutschlandweiten und internationalen Bauvorhaben der Philipp Holzmann AG und erarbeiten Besonderheiten heraus .Als Ergebnis entstehen bauhistorische Fallstudien zur Erlangung von Leistungsanachweisen.