Kiosksammlung

Einzigartige Sammlung von Robert Lebeck

Berlins Regierender Bürgermeister und Kultursenator Michael Müller freut sich, dass die „Kiosk“-Sammlung von Robert Lebeck in Berlin bleibt. Der ehm. Kulturstaatssekretär Tim Renner unterstrich, wie wichtig es ist, die Sammlung präsent zu halten. Bis das Pressemuseum der Sammlung in Berlin Unterkunft bieten kann, ist sie vorrübergehend im BBWA nutzbar.

Das Deutsche Pressemuseum im Ullsteinhaus hat 2016 die „Kiosk-Sammlung“ mit Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin angekauft. Ein kleiner Teil der Sammlung mit Rund 80 Exponaten ist derzeit in einer Ausstellung im Parterre des Ullsteinhauses zu sehen. Den Rest der Sammlung hat das Berlin-Brandenburgische Wirtschaftsarchiv vorrübergehend übernommen.

In den Räumen des Wirtschaftsarchivs wird die Sammlung für die Nutzung bereit gehalten. Sie enthält die Dokumentation der Geschichte der Fotoreportage und beschreibt in bislang einzigartiger Weise, wie die Presse das Medium Foto in ihre Arbeit eingebunden hat. Der deutsche Fotojournalist Robert Lebeck (1929-2014) wurde dafür mit dem Henri Nannen Preis ausgezeichnet. Die Sammlung umfasst über 30.000 Exponate, darunter Erstausgaben und Unikate von Zeitschriften, Zeitungen und Magazinen von 1839 bis 1973 - vom ersten Druck eines Fotos in einer Zeitung bis zur letzten Ausgabe des legendären „Life“- Magazine.

Das Deutsche Pressemuseum, das die Nutzungsrechte für 30 Jahre besitzt, wird die Sammlung digitalisieren, wissenschaftlich erschließen und in Ausstellungen zeigen. Dazu soll eine eigene DPMU-Forschungsstelle im Ullsteinhaus aufgebaut und ein Bildungsprogramm zur Sammlung entwickelt werden. Bis zum Beginn der Digitalisierung im Ullsteinhaus durch die Fraunhofer IPK als Kooperationspartner bleibt die Sammlung im Wirtschaftsarchiv.