Aschinger

Speisekarten verraten Esskultur der Region

Was verrät die kürzlich erschlossene Speisekartensammlung über Berlin? Traditionslokale wie das der Hausschlachterei Hardtke scheinen den Platz geräumt zu haben. Der „Gardestern“ aus frischem Tatar, einst ein bekanntes Gericht, ist von den Speisekarten verschwunden, das „Setzei“ der 1950er Jahre heißt nun Spiegelei. Als Ersatz locken Touristenschwemmen mit exotisch-historischem Berlin-Gefühl. Einige Kneipen und Ausflugslokale jedoch sind dokumentiert, die es noch heute gibt, so etwa das Robbengatter am Bayrischen Platz oder das Aussichtsrestaurant im Grunewaldturm. Die ersten Lokale im Umland, die nach 1989 für den Sammler aus West-Berlin zugänglich wurden, boten schon bald auch Biersorten aus dem Westen an, behielten das „feine Würzfleisch“ aber auf der Karte. „Essen wie im Westen, zahlen wie im Osten“ warb ein Lokal mit neuer Bewirtschaftung in der Leipziger Straße. Das Lingnan am Kurfürstendamm wollte schon 1956 keine Illusion eines traditionellen China bieten. Seine Betreiber orientierten sich stilistisch an zeitgenössischen Restaurants in Hong Kong. Die Inneneinrichtung wurde vom Hans Scharoun-Schüler Chen-Kuen Lee geplant. Die Speisekarte von 1958 – mit Haifischflossensuppe – präsentiert das Restaurant auf Chinesisch, Deutsch und Englisch als einen Ort der Weltläufigkeit. Glaubt man den Legenden, so gingen hier Prominente wie Willy Brandt oder Hildegard Knef ein und aus. Auch die französische Bistrot-Küche der Paris-Bar sowie das Austern- und Hummerangebot des Hotel Kempinski sind aus dieser Zeit dokumentiert. Einfache Restaurants boten damals für den schmalen Geldbeutel halbe belegte Brötchen an. Zu ihnen gehören in der Sammlung etwa das Aschinger und das Victoria-Eck am Tempelhofer Damm. Weiterlesen …

Holzmann-Bildarchiv

Arbeitsstrecke für die Negative

Arbeitsstrecke für die Negative Im ersten Schritt nach dem Projektstart haben die Mitarbeiter der Faktura gGmbH die Arbeit bei der Digitalisierung der alten Fotoabzüge begonnen. Ca. 44.000 Fotos – nach neusten Schätzungen – aus den Jahren 1900 bis 1970 werden einzeln in Vorder- und Rückseite digitalisiert und abgelegt. Weiterlesen ...

Ingenieursprojekt

Berliner Senat unter-
stützt das BBWA

Der Berliner Senat unterstützt das BBWA beim Aufbau des Philipp-Holzmann-Bildarchivs durch Zuwendungen aus dem Haushalt 2018/19. Das Projekt ist bei der Senatsverwaltung für Kultur und Europa, Einrichtungsförderung Museen, Archive und Bibliotheken angesiedelt. Damit ist sichergestellt, dass nicht nur das komplette Bildarchiv gerettet, der professionellen und digitalen Bearbeitung zugeführt sondern  ein einmaliges Kulturgut über die Stadtgrenzen hinaus für die Zukunft erhalten wird.

Gerling Arendt Planungsgesellschaft mbH

Theater- und Bühnentechnik aus Berlin für alle Welt

Die Architekten der Gerling + Arendt Planungsgesellschaft mbH waren in Berlin maßgeblich am Wiederaufbau vieler Berliner Theater und Kinos beteiligt. So machten sie den 1928 als größtes Kino Berlins (Universum-Kino) eröffneten und im Zweiten Weltkrieg zerstörten Rundbau zu einem multifunktionalen Theatergebäude.  Baupläne, Skizzen, Zeichnungen, Fotografien zeugen von regionalen, nationalen und internationalen Aufträgen, darunter die bühnentechnische Konzeption für der weltbekannten Oper in Sydney. 2014 meldete die Gesellschaft Insolvenz an. Einzusehen ist der Bestand ab jetzt im Wirtschaftsarchiv.

 

KiezspaziergangNovember

Industriegeschichte

Der Oktober-Spaziergang, der erneut im Rahmen des Formates „Industriespaziergänge in Reinickendorf“ und in Kooperation mit dem Bezirksamt Reinickendorf durchgeführt wurde, widmete sich der Industriegeschichte rund um den alten Dorfanger in Reinickendorf. Der Rundgang zeigte auf, wie sich aus einem Bauerndorf ein Standort für gleich drei große Industrieunternehmen wurde: Schwarzkopff, Turbon Ventilatoren und Prometheus Getriebe.