2016

Politische Strategie für Berlin

PolitischeStrategieBerlin

In einer Klausurtagung in den Räumen der Stiftung Deutsches Technikmuseum wird im April 2016 die politische Strategie für die nächsten drei Jahre entwickelt. Mit Wahlprüfsteinen wendet sich das BBWA danach an Bündnis 90/Die Grünen, CDU, FDP, Die Linke, Piratenpartei und SPD. Ziel ist die institutionelle Förderung des BBWA durch die öffentliche Hand.

Die nun schon neunte „Kammerrunde“ , zu der wieder Vertreter des Senates für Wirtschaft, Technik und Forschung, der Berliner Kammern, des VBKI und des BBWA zusammen kommen sowie die siebente Beiratssitzung widmen sich den strategischen Überlegungen als Hauptthema. Beide Gremien entscheiden sich, die Bemühungen des BBWA um institutionelle Förderung flankierend zu begleiten.

Die Kontakte zu Parteien bzw. den verantwortlichen Abgeordneten nehmen einen großen Teil im Arbeitspensum des BBWA ein. Große Anstrengungen werden auch in die Bearbeitung der Bestände investiert. Insbesondere die Arbeiten am Bestand des Lampenherstellers Ehrich & Graetz, den das Heimatmuseum Treptow uns übereignet hat, sind hier zu nennen – wie auch die Aufbereitung des Bestandes der Askania-Werke AG - ein Bestand der insbesondere Einblick in die Zeit des Wiederaufbaus in Berlin gibt. Neben den Erschließungsarbeiten halten vielfältige Anfragen von Nutzern sowie die Einwerbung neuer Bestände die insgesamt fünf Praktikanten, den Archivar und den Geschäftsführer auf Trab. Besonders erfreulich ist die Übergabe des Findbuches an den Präsidenten des Vereins Berliner Kaufleute und Industrieller e.V. (VBKI) Markus Voigt. Seit 2014 wird der umfangreiche Dokumentenfundus des VBKI im BBWA be- und aufbereitet und ist nun fertiggestellt.

Die erfolgreichen Berliner und Brandenburger Industriekulturabende des BBWA zu den Themen „Waggonbau in Hennigsdorf“, „ Reiseziel Berlin - Tourismusindustrie im Wandel“ und „Berliner Licht - Osram in historischer Perspektive“ haben erfreulich viele Interessenten gefunden.

Zum Themenjahr “Handwerk zwischen gestern und übermorgen”, das Kulturland Brandenburg mit zahlreichen Partnern 2016 gestaltet, wird ein Begleitband herausgegeben, der Beiträge zur Historie des brandenburgischen Handwerks enthält. Den Gesamtüberblick über Handwerk und Geschichte gibt BBWA-Geschäftsführer Björn Berghausen mit seinem Beitrag “Zur Handwerksgeschichte in Brandenburg bis 1945”. Der Tagungsband zur in Cottbus von der Koordinierungsstelle Sächsische Industriekultur und dem BBWA veranstalteten Tagung “Die beiden Lausitzen – Wirtschaft, Geschichte, Industriekultur” ist erschienen und im Buchhandel erhältlich.

Erfreuliches ist auch in Hinblick auf die Vernetzung des BBWA zu verzeichnen. Anlässlich der verschiedensten Veranstaltungen kann der BBWA-Geschäftsführer als Moderator bei Podiumsgesprächen sowie auch als Referent mit Vorträgen und lokalhistorischen Führungen zu wirtschaftshistorischen Themen das BBWA vertreten, neue Kontakte herstellen, Mitglieder und Kooperationspartner finden.
Mehrere Projekte mit Bildungsbezug werden im Rahmen der Umschulung zum Fachangestellten für Medien und Informationsdienste, Fachrichtung Information und Dokumentation (FAMI) durchgeführt. Im vierten Jahr der Kooperation zwischen dem Berlin-Brandenburgischen Wirtschaftsarchiv und dem Oberstufenzentrum Banken und Versicherungen beginnt eine weitere Runde mit Auszubildenden sowie Schülerinnen und Schülern des Wahlpflichtkurses zur Wirtschaftsgeschichte.